Dressed to kill

 

Angefangen bei den Füßen
mit den rotlackierten Nägeln, die in bizarren blauen
Sandalen stecken. Die Beine
bis zu den Oberschenkeln
nackt und in einer Form
wie am zweiten Tag von Gott
gemacht.


Dann folgen knallenge Hotpants,
mit der Betonung auf eng,
wenn ihr wisst was ich meine.
Der Bauch frei,
ungefähr in der Breite
einer Männerhand.
Darüber ein ebenso
enges Top mit einem
Dekolletee für
wahnsinnige Psychopathen,
die weder wahnsinnig
noch psychopathisch sind,
aber beim Anblick
meschugge werden,
und darunter die Ahnung
von alabasterfarbenen
Brüsten in Größe und
Form einer Männerhand.
Die Frisur absichtlich
etwas zerzaust,
tatsächlich absichtlich,
und das
Make-up dezent verteilt,
und der
Lippenstift eine Obsession,
und der Eyeliner
so schwarz wie der Tod.

„Kann ich so rausgehen?“, fragt sie.
„Natürlich“, antworte ich wie
immer, und
betrachte mich selbst im Spiegel,
sehe aber nichts.
Es ist ihr egal, es geht hier nicht
um mich.

Ein Gedanke zu „Dressed to kill“

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