Telefonitis – Gedicht

Man sagt mir
nach,
ich sei
am Telefon
schwieriger zu erreichen als
der
Papst.
Das mag
stimmen,
obwohl mir
keine Schweizergarde das
Fußvolk vom Leibe hält
und ich weder
etwas erwarte,
noch einen direkten Draht zu Gott habe.

Völlig zweckslos, wenn du es
zwei Dutzend Male klingeln lässt, oder
besser: versuche es gar nicht.
Ich werde auch heute nicht
abheben.
Warte, bis ich anrufe.

Man sagt mir nach, ich würde keinen Menschen
in meine Wohnung lassen, weder die
Zeugen Jehovas, noch den Schornsteinfeger
und erst Recht nicht den Nachbarn,
falls er eine Prise Koks möchte.
Völlig zwecklos, wenn du meine Klingel
malträtierst oder im Treppenhaus campierst,
warte, bis ICH abhebe,
warte, bis ICH mich bewege.

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