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Johnny Cash: The gift

Eine weitere Johnny-Cash
Doku. Obwohl der Mann
seit 16 Jahren tot ist,
wurde erstaunliches
ausgegraben. Der Film
bedient sich aller wohl
nur möglichen Archiven
sowie, als Faden, eines
bislang
unveröffentlichten
privaten Interviews, und
das zeigt den Menschen
und Künstler Johnny Cash
wie durch ein Prisma: Mit oder ohne Pathos, aber
immer so ehrlich, dass es weh tut.

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Cry, cry, cry

Jedes Lied hat eine Geschichte. Im Mai 1945
hetzte Jim Beaver über die Church Alley. Er war
im Begriff Columbus zu verlassen. Er wollte raus
aus der Stadt, weg von dem Mädchen, das er
geglaubt hatte zu lieben. Sie wohnten im Sloppy
Motel, und während Jim tagsüber arbeitete,
vertrieb sich Kate die Zeit: Sie schlief bis
Mittag, ließ sich Essen und Getränke aufs Zimmer
bringen, und wenn er nach neun Stunden harter
Arbeit zurückkehrte, seinen blauen Overall auszog
und sich aufs Bett warf, schlüpfte sie in ein
neues Kleid und schminkte ihr Gesicht.

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26. Februar 1932

„Ich werkele im Haus
herum, wie es so schön
heißt. Ich war gerade
wieder auf einer
Tournee – Prag,
Dresden, Düsseldorf,
Oslo, Bergen, Bourges,
Paris, München, Berlin,
Hamburg – und bin jetzt
wieder zu Hause. Wie
meistens, wenn ich von einer Tournee
zurückkomme, habe ich
meinen kleinen Koffer gepackt und bin raus auf
die Farm, um etwas alleine zu sein. Peggy Knight,
unsere Haushälterin, hat mich hinausgefahren und
das Farmhaus für meinen Aufenthalt vorbereitet,
aber jetzt ist sie wieder in Hendersonville im
Haus am Old Hickory Lake, und ich bin nach 30

Tagen zum ersten Mal wieder ganz für mich allein.
Hier kann ich hervorragend rumwerkeln. Ich kann
mir mein eigenes Essen kochen, meine Bücher
lesen, mich um meinen Garten kümmern, über mein
Grundstück schlendern. Hier kann ich mich
besinnen, schreiben, komponieren, studieren,
ausruhen und in Ruhe nachdenken.“

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